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Neues Haus an der Pulsnitzer/Ecke Bautzner Straße

Seit heute ist die Pulsnitzer Straße zwischen Bautzner Straße und Martin-Luther-Platz gesperrt. Der Fußweg ist noch begehbar. Der Grund: Auf dem Eck-Grundstück der Bautzner Straße 61 wird nun doch ein Haus gebaut. Pläne für den Neubau gab es schon seit Jahren. Nun sieht es so aus, dass das Bauprojekt jetzt umgesetzt wird.

Die Pulsnitzer Straße ist seit Mittwoch für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Fußweg auf der Seite des Café Neustadt ist derzeit noch begehbar. Foto: Anton Launer
Die Pulsnitzer Straße ist seit Mittwoch für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Fußweg auf der Seite des Café Neustadt ist derzeit noch begehbar. Foto: Anton Launer

Der Parkplatz der „Parker Louis GbR“ wurde schon vor einigen Tagen geräumt. Ebenso die Begrenzungen zum Fußweg. Aktuell sieht die Fläche, vor allem vor der riesigen schwarzen Wand, sehr nackt aus. Die Wand hatte über mehrere Jahre hinweg immer wieder ihr Outfit geändert. Eine Dresdner Werbeagentur hatte in Zusammenarbeit mit Graffiti-Sprayern verschiedene Motive, teils werblich, teils künstlerisch, manchmal beides, umgesetzt.

Straße vorerst bis Dezember gesperrt

Aktuell liegen der Redaktion keine Planungen für die konkrete Bebauung vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich hier um eine Blockrandbebauung handeln wird. Außerdem wird sich der Neubau wohl an der Höhe der Nachbarhäuser orientieren wird. Der Baum in der Nähe des Fußwegs Bautzner Straße wird wohl gefällt werden.

Der große Baum am Rande des ehemaligen Parkplatzes wird wohl gefällt werden. Die Fläche wird bebaut. Foto: Anton Launer
Der große Baum am Rande des ehemaligen Parkplatzes wird wohl gefällt werden. Die Fläche wird bebaut. Foto: Anton Launer

Laut Themenstadtplan ist die Vollsperrung der Pulsnitzer Straße aufgrund einer Baustelleneinrichtung bis zum 30. Dezember 2025 geplant.

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Geschichte der Hauswand der Bautzner 55

Ursprünglich gab es an der Hauswand mal eine Straßen-Café-Szene zu sehen, die dann von einem sogenannten Crosser zerstört wurde. Im September 2017 war dann ein riesiges rotes Wandbild entstanden. Den Entwurf hatte der Neustädter Siebdrucker und Künstler Lars P. Krause entwickelt, das Bild hatten die Bandits mit Unterstützung der Werbeagentur Cromatics realisiert.

Geld für das Gerüst gab es von der Radeberger-Gruppe. Die riesige Werbung war von Anfang an nur für einen begrenzten Zeitraum geplant. Dennoch ließen es sich ein paar nächtliche Farbbeutelbastler nicht nehmen, den riesigen Barmann zu bewerfen.

Tschüss riesiger Barmann
Tschüss riesiger Barmann – im Oktober wurde er übermalt.

Anschließend wurde die rote Wand getüncht und neu gestaltet. Im November 2018 gab es dann eine Werbung für die Paint-Club Battle League. 2019 hatte Cromatics ein großes Wandgemälde angebracht, um Leute zu motivieren, zur Landtagswahl zu gehen. Dieses Mural wurde dann mit Douze (Lars P. Krause) und den Bandits Dresden realisiert.

Im Oktober 2020 wurde mittels eines Graffiti-Roboters eine große Werbung für einen Baumarkt an der Wand angebracht. Danach gab es das relativ schlichte „Paint Forever“, danach warb ein riesiger Octopus für eine Zeitarbeitsfirma. Zuletzt zierte eine Werbung für einen Lebensmitteldiscounter die Hauswand. Zur Bundestagswahl 2021 forderte die Wand auf, ein Kreuz ohne Haken zu machen. Und zwischendurch strahlte die Hauswand sogar mal ganz in weiß.

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Zuletzt konnten keine Graffiti mehr angebracht werden, da die Eigentümerin des Grundstückes der Bautzner Straße 61 den Zutritt für die Wandgestaltung nicht mehr genehmigte. So blieb es lange Zeit bei der schwarzen Wand und ein paar illegalen Graffiti.

8 Kommentare

  1. „Geschichte der Hauswand der Bautzner 59“ ist leider nicht ganz richtig, es handelt sich um die 55.
    Wohne im Hinterhaus, und freu mich mega bald gar keine sonne mehr zu sehen. :(

  2. Die „Pulsnitzer Straße zwischen Bautzner Straße und Martin-Luther-Straße“ gibt es nicht. Es sollte wohl „Pulsnitzer Straße zwischen Bautzner Straße und Martin-Luther-Platz“ heißen.

  3. Eine Blockrandbebauung bezeichnet das komplette Ausnutzen des Baufefdels bis an den Fußweg. Dadurch umfasst der gesamte Baublock aller Häuser die gesamte bebaute Fläche bis zum Straßenraum. Dazu kommt dann die Höhe bzw. Traufhöhe der Gebäude. Die ist i.d.R. immer per Bauvorschrift gleich (ursprünglich Traufhöhe= Straßenbreite, damit ein umfallendes Haus nicht das gegenüberstehende treffen kann). Früher bekamen Eckhäuser für besseres städtisches Erscheinungsbild noch hübsche Türme o.ä. Das gibt es in Zeiten von einfallslosen Dämmwahn-Würfelhustenkisten leider nicht mehr.

  4. Dämmwahn-Würfelhustenkisten.. Ich glaub ja nicht, dass das Dämmen von Fassaden per se schöneres Bauen verhindert. Viel unschöner finde ich allerdings die Schmarotzerarchitektur, bei der am EG nur die Enfahrt zum Parkplatz und evtl. noch die Mülltonnenverkleidung ist (z.B. auf der Kamenzer Str., der Erlenstraße, dem Bischofsweg ggü. Frühlingsstraße usw.)
    Da guckt man aus seinem wertvollen Immobilienbesitz auf die schönen Altbauten und muss den häßlichen Anblick des eigenen Hauses nicht ertragen. Und davor aufhalten wird man sich auch nicht.

  5. kann man schon irgendwo rausfinden wer da baut?
    damit man sich schonmal ne wohnung sichern kann

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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