Am vergangenen Wochenende hatte die Kulturwerkschule zu einem Tag der offenen Tür in ihr zukünftiges Hauptgebäude eingeladen. Die Schule, die derzeit am Weißen Hirsch beheimatet ist, wird zum Herbstbeginn in die Loge zwischen Bautzner und Böhmischer Straße einziehen. In Pieschen wird fächerspezifisch ein zusätzliches Objekt genutzt.

Neubau verschoben, Baustart aber vereinbart
Geplant war ursprünglich ein finaler Umzug der Kulturwerkschule in einen zu errichtenden Neubau in Pieschen (siehe Pieschen-Aktuell vom 30. November 2022). Dieser verzögert sich aufgrund steigender Baupreise und Kapitalmarktkosten. Vorerst muss der Neubau warten, Baubeginn ist jedoch mit der Stadt Dresden im Laufe der kommenden fünf Jahre fest vereinbart. Dies haben beide Schule und Stadt am 18. Februar 2025 in einem „Durchführungsvertrag“ rechtlich bindend avisiert.
Umzug wegen Eigenbedarf
„Wir freuen uns, dass wir demnächst aus dem alten Haus am Weißen Hirsch raus sind. Es ist einfach in die Jahre gekommen“, sagt Dirk Luther. Er ist mit Jan Güldemann einer der beiden Geschäftsführer der Kulturwerkschule. Ursprünglich war kein zeitnaher Umzug geplant. Die Stadt Dresden hatte für das Gebäude am Weißen Hirsch jedoch Eigenbedarf angemeldet. Somit musste eine neue Schule her.
Die ‚Loge‘ als langfristiger Hauptstandort
„Die ‚Loge‘ am Albertplatz haben wir per Glück gefunden. Es gehen Fenster zu – und Türen auf“, so Luther. Bis Anfang des Jahres wurde die „Loge“ noch vom Heinrich-Schütz-Konservatorium genutzt. Das Konservatorium war seit zwanzig Jahren fest in der „Loge“ beheimatet. Zum Beginn der Winterferien zog die Bildungseinrichtung um. Der Tanzunterricht findet fortan im Kraftwerk Mitte sowie der Tenzaschmiede in Johannstadt statt. Die Jugendkunstschule Dresden ist nun im Schloss Albrechtsberg ansässig.
Ab dem neuen Schuljahr 2025/26 ist die „Loge“ dann in den neuen Händen der Kulturwerkschule.“Wir haben einen Langzeitmietvertrag vereinbart“, so Luther. Auch mit dem Neubau solle der Standort am Albertplatz langfristig bleiben – für die Klassen eins bis zehn sowie den Hort.

Investitionen in die neuen Lernorte
Luther: „Um die Räumlichkeiten zusätzlich aufzuwerten, planen wir eine Investition von zwei Millionen Euro in unsere Standorte“. Diese Summe setzt sich aus Fördergeldern vom Bund, der Kindervereinigung sowie den Spenden einer Stiftung zusammen. Auch Gelder der Kulturwerkschule werden eingesetzt. „Damit erwarten wir einen deutlichen Qualitätssprung in den neuen und passenden Räumlichkeiten“, betont der Geschäftsführer.
In die Neustadt „hinein“ lernen
Mit dem neuen Hauptstandort in der Neustadt fällt dann auch das Pendeln der LehrerInnen zwischen Weißem Hirsch und den anderen jetzigen Außenstandorten weg, einer davon auf der Glashütter Straße in Blasewitz. Näher im Zentrum gelegen, „können wir auch die soziokulturelle Szene der Neustadt nutzen, zum Beispiel im Rahmen von Ausflügen“, so Luther. Gegenüber des neuen Schule liegt zudem ein großes Seniorenheim, welches auch mit in soziale Projekte eingebunden werden soll. „Wir freuen uns auf eine gute Nachbarschaft im Stadtteil“, meint der Geschäftsführer.

Werkstatthaus auf der Großenhainer Straße
Außerdem gibt es ab dem Herbst zudem ein „Werkstatthaus“ auf der Großenhainer Straße 11/11a. Dieses liegt hinter dem Bahnhof Neustadt und ist innerhalb von zehn Minuten fußläufig von der „Loge“ aus erreichbar. Das „Werkstatthaus“ hat Kunsträume und Fachräume für experimentelles und forschendes Lernen in Biologie, Physik und Chemie. „Wir planen feste Werkstatttage und Unterrichtsblöcke im ‚Werkstatthaus'“, so Luther. So solle auch das Pendeln zwischen Albertplatz und Pieschen minimiert werden.

Kulturwerkschule
- Luboldtstraße 15, 01324 Dresden, Weißer Hirsch
- Infos zu freien Plätzen unter kulturwerkschule.de
- Und auf instagram.com/kulturwerkschule
Bald wird das Gebäude der Kulturwerkschule auf der Luboldstraße 15 wieder städtisch genutzt. Foto: Basti Winter.