Heute Vormittag hat Julia Sasse, Neustädter Stadtbezirksbeirätin vom Team Zastrow zu einem Pressetermin auf den Neustädter Markt eingeladen. Sie macht sich Sorgen, um die Sicherheit auf dem Fußgänger-Boulevard.

Anlass ist ein Termin des Baubürgermeisters Stephan Kühn (Grüne) im Stadtbezirksbeirat am Montag. Da er zum Thema „Verkehrssicherheit Hauptstraße“ informieren. „Das will ich mir anhören und Fragen stellen, aber aktuell ist es hier ein untragbarer Zustand“, so Sasse. Es könne nicht sein, dass die Radfahrenden hier wie die Chaoten langbrettern und niemand die Umleitung über Albert- und Köpckestraße nutze.
Die war im November 2024 eingerichtet worden, um Radfahrenden eine Alternative zu bieten, wird jedoch kaum genutzt. Der Weg ist zum einen länger, zum anderen sind dann zwischen Albertplatz und Augustusbrücke zwei Ampeln mehr zu kreuzen. Für die meisten ist das keine Option.
Man kann auch schieben
„Wir haben noch nicht entschieden, ob wir das über den Stadtbezirksbeirat als Vorschlag oder über die Stadtratsfraktion als Antrag einbringen“, sagt Sasse. Aber die Idee von Team Zastrow ist, den Radverkehr auf der Hauptstraße während der Geschäftszeiten komplett zu verbieten. Also etwa zwischen 10 und 18 Uhr, konkret festlegen wollte sich die Stadtteilpolitikerin da nicht. In der Zeit könne das Rad ja geschoben werden.
Ihr ist bewusst, dass ein solches Verbot dann auch kontrolliert werden müsse. Das ließe sich vermutlich einfacher umsetzen, als eine Kontrolle der sogenannten Schrittgeschwindigkeit, die jetzt auf dem Fußgängerboulevard vorgeschrieben ist. Denn zum einen legen offenbar Gerichte bundesweit sehr unterschiedlich aus, was nun Schrittgeschwindigkeit ist, zum anderen, verfügen die meisten Fahrräder ja nicht über eine Geschwindigkeitsanzeige. Im Ergebnis kann die Polizei nur einschreiten, wenn es zu klaren Behinderungen von Fußgänger*innen durch Radfahrer*innen kommt. Die Sächsische Polizei wäre dann auch für die Kontrolle eines Verbotes zuständig.
Dass es möglicherweise für die Händler*innen auf der Hauptstraße zu Umsatzeinbußen kommen könne, weil die Kundschaft nicht mehr mit dem Fahrrad hinfahren könnte, glaubt Sasse nicht.
CDU gegen Fahrverbot
Nicht begeistert von dem Vorstoß seiner Stadtbezirksbeiratskollegin ist Johannes Schwenk von der CDU. Er hatte beim Baubürgermeister eine Anfrage zu dem Thema eingereicht und auch eine umfassende Antwort erhalten (hier als PDF).
„Die aktuelle Situation auf der Hauptstraße ist untragbar – Fußgänger und Händler brauchen endlich Sicherheit und klare Regeln. Ein generelles Radfahrverbot lehnen wir ab, fordern aber eine geregelte Führung zum Schutz aller“, sagt Schwenk auf Nachfrage. Die Verwaltung müsse jetzt konkrete Lösungen vorlegen – Planlosigkeit darf nicht länger den Ton angeben. Die CDU stehe für eine ausgewogene, realistische Verkehrsplanung im Sinne der Neustadt. Er begrüße es daher ausdrücklich, dass sich Bürgermeister Kühn am 7. April im Stadtbezirksbeirat den Fragen stellt.
Im Anschluss wolle die CDU mit allen Betroffenen eine Einwohnerversammlung veranstalten, ehe ein gemeinsamer Vorschlag in Stadtrat und Stadtbezirksbeirat eingebracht werde.
Kein verkehrspolizeilicher Brennpunkt
In dem Antwortschreiben der Stadtverwaltung an die CDU wird berichtet, dass es in den vergangenen zwölf Monaten fünf Verkehrsunfälle polizeilich registriert wurden. Nach Einschätzung der Polizei zählt die Hauptstraße gegenwärtig nicht zu einem verkehrspolizeilichen Brennpunkt.
Typisch dresdner Pop(ulisten)Folklore – sachfern und peinlich.
Once again. Nächstes Thema bitte, was sinnfrei durchs Dorf fliegt.
Team Zastrow macht populistische Team Zastrow Sachen, also im Osten nichts neues.
OK, falls im Gegenzug überall dort, wo sich einzelne Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, das Autofahren verboten wird.
Da bin ich schon Anfang der 90ziger mit dem Radl gefahren…am Ende immer die klassisch, schöne Doppel S-Kuve oder wenn wenig Gebeine unterwegs waren, direkt runter. 68 Treppstufen (ich gebe zu, ist geschätzt) mit dem ungefedertem Bike in den dunklen Tunnel, um am Ende wieder nach oben zu kommen.
Ziel war damals noch das Casino am HBF, da gab es schöne Brunnenanlagen und Bänke, auf denen man nach 21:00 Uhr noch die übelsten (das sieht komisch aus geschrieben, säcksch gesprochen is schon wieder genial) Drops üben konnte.
Auch heute fahre ich da manchmal um die Sonntags Mittagsstunde vorbei, auf dem Rückweg einer 100 km Runde in der Schweiz.
Und es gibt nichts schöneres, als diesen Boulevard zu genießen.
Bitte liebes Team Zastrow, sucht eure Zielkundschaft bei denen, die diese Atmosphäre genießen können, die das nötige Fingerspitzengefühl für die Situation (tags langsam, nachts schneller) haben.
Nur Stumpf auf den eigenen Vorteil (wer sich auskennt, weiß Bescheid) bedacht, hat zuletzt auch unsere/die gelbe Partei zum Straucheln gebracht.
In diesem Sinne, eurer Neustadt-Lover der „leider“ woanders wohnt. Aber nichts ist in Stein gemeißelt und muß ein Leben lang so sein.
Euer Alex
Holger fährt heimlich Fahrrad!
Verbotspartei!!!
In einer anderen Zeitung wurde von einem paarundneunzigjährigen Anwohner (Fußgänger mit Rolator, habe mir leider den Namen nicht gemerkt) der Vorschlag gemacht, die Mittelachse für den Radverkehr zu reservieren und Bänke und Flanierstrecke auf die Außenbahnen zu verlegen. (Und somit den Spaziergängern einfachen Zugang zu den Geschäften zu ermöglichen). Wäre das nicht ein, hm, gangbarer Weg für alle (außer TZ, natürlich, aber ach Gottchen…)?
Wann wird der Weg zur Hofewiese für den MIV gesperrt?
Werden vor so einem Beschluss eigentlich auch die ansässigen Händler befragt? Ich hatte dort mal ein Geschäft, und selbst wenn meine Kundschaft nicht alle mit dem Rad gekommen sind, ich bin jeden Tag damit zur Arbeit gefahren, egal bei welchem Wetter. Ich müsste also in Zukunft die halbe Strecke schieben? Bin grad froh, dass mir die Miete verdreifacht wurde und ich dort weg musste… nur meine ehemaligen Nachbarn, die alle so zu kämpfen haben tun mir leid!
Vielleicht sollte sich Team Launer mal lsngsam fragen, ob die andauernde subversive Bewerbung von Team Zastrow diesem zu einem positiven Image verhilft. Ihr könntet ja auch heiraten und Kinder kriegen und die dann mit Lufttaxen und Biwaks zum Kindergarten helikoptern. Oder ihr setzt euch für die Teerung der Elbe ein und für einen Weihnachtsmarkt von Klotzsche bis zum Hauptbahnhof.
Wie lange brauchst Du noch, zu merken, dass außer Dir alle Zastrow scheisse finden, Anton?
Wir brauchen Brücken, die verbinden und keine Verbote, auch im Kopf!
Diese Aprilscherzmeldungen sind nicht lustig.
Lieber Lukas, deine absurden Anschuldigungen mal dahingestellt, aber wie helikoptert man denn mit Biwaks?
Na endlich mal eine sinnvolle Information. Wird höchste Zeit, dass die Fußgänger endlich mal vor den Radfahrgeistern oder Geisterradfahrern (nicht zutreffendes überlesen) geschützt werden.
Erfreulich wäre es, wenn Verkehrsschilder beachtet werden würden, die besagen, dass die Hauptstrasse ein Fußweg ist, auf dem Radfahrer sich dem Fußgänger anpassend mit Schrittgeschwindigkeit (max. 10km/h) bewegen dürfen.
Tagtäglich wird man hier rücksichtslos und ignorant blöd angemacht oder halb angefahren, weil man sich erlaubt dort lang zu laufen…als Fusgänger…weil man ja dem rasenden Radfahrer leider im Weg steht…auf einem Fußweg.
Das Ganze setzt sich zur Augustbrücke hinzu auch fort.
Wozu brauchen wir überhaupt Radwege, wenn diese sowieso nicht benutzt/kaum genutzt werden? Oder in falscher Richtung? Ganz wie es dem radelndem Verkehrsteilnehmer mal eben so passt.
Ich bin es leid. Und das auch seit Jahren…als Fußgänger mir zu erlauben, mich dort lang zugbegeben, weil Radfahrer es nicht für nötig halten an einfache Regeln des gesellschaftlichen Lebens zu halten.
Radfahren auf der Hauptstraße verbieten wollen, die Radumleitung über die Große Meissner ablehnen… wo sollen laut Team Auto äh Team Zastrow denn die zigtausenden Radfahrer hin, die von der Neustadt ins Zentrum wollen? Warum fragt man da nicht mal kritisch nach, sondern lässt diesen Zastrowtrupp immer wieder einfach losblubbern? Ich versteh es nicht. Auch für Radfahrer ist der Einsturz der Carolabrücke eine Katastrophe, es gibt keine schnelle und komfortable Route mehr von der Neustadt Richtung Innenstadt. Die Achse über Bhf Neustadt und Marienbrücke ist radtechnisch eine Katastrophe und die Albertbrücke ein enormer Umweg, wenn man Richtung HBF/Altstadt will.
Herr Zastrow wollte doch, dass die Radler die Hauptstraße nutzen: „Alternativ schlägt Zastrow vor, dass Radfahrer die Hauptstraße nutzen. „Prinzipiell ist es für Radfahrer im Nebenstraßennetz sicherer, dort stelle ich mir kreative Lösungen vor, anstatt einfach Fahrspuren für Autos zurückzubauen“, sagt der Faktionschef. “ Quelle: https://www.dnn.de/lokales/dresden/fdp-chef-holger-zastrow-eine-dreispurige-albertstrasse-ist-nicht-zu-machen-6HIKPB33EXYZSHA5SN5S2OMLWA.html
Das Hauptproblem dürfte der Durchgangsverkehr sein. Solange der Umweg über die Albertstraße und Köpckestraße deutlich Zeit frisst, wird dieser von den Menschen wohl nicht ausreichend angekommen werden. Dazu gehört ein guter Belag, eine stetige intuitive Führung und akzeptable Wartezeiten an Ampel ohne unnötige Umwege. Alle Menschen sind nun mal bequem, unabhängig vom Verkehrsmittel. Mit Appellen hat man noch nie was bewegt weil man die problematischen rücksichtslosen Personen nicht erreicht.
Im Rahmen der oben verlinkten Diskussion wurde von Herrn Zastrow ein durchschnittlicher Zeitverlust von einer Sekunde als unzumutbar deklariert. Wie viel ist seiner Meinung nach aktuell zumutbar?
Dann aber bitte auch sämtliche Fußgänger auf dem ElbeRADweg verbieten. Für mich, gerade am Wochenende, eine Zumutung, wenn Leute zu viert nebeneinander laufen müssen, einem Rentner und Kinder vor das Rad laufen und irgendwelche Nasen ganz bewusst den Weg versperren, die auf kein Signal reagieren und dann einen noch doof angrinsen, wenn man genervt reagiert.
Einen Streifen für Radfahrer rot anmalen wäre ein Vorschlag. In Bremen lernt man recht schnell, dass man als Fußgänger dort nichts zu suchen hat.
„Team Zastrow will…“
lol
Mir fehlt bei ALLEN Berichterstattungen zum Radfahren auf der Hauptstraße in den letzten Jahren der Hinweis, dass die Hauptstraße im Radverkehrsnetz der Landeshauptstadt als Hauptroute für den Alltagsradverkehr ausgeschrieben ist und zusätzlich Teil einer touristischen Radroute ist. Man tut immer, als hätten sich alle Radfahrenden nur ausversehen dahin verlaufen … Die Hauptstraße hat durchaus eine wichtige Bedeutung im Radnetz als direkte Anbindung zur (Fahrrad-)Albertbrücke und zum Elbradweg. In hinblick auf deren Bedeutung in den Radnetzen und dem aktuellen Zustand der beschriebenen Alternativen ist die Hauptstraße weder durch Alberstraße oder Sarrasanistraße, noch durch die Königstraße ersetzbar.
@someone else: der ElbeRADweg ist ein kombinierter Fuß- und Radweg. Das heißt, dass Radfahrer, falls sie Fußgänger gefährden können, Schrittgeschwindigkeit fahren müssen. Wenn Du dort schnell fahren möchtest, während viele Fußgänger unterwegs sind, sind nicht diese die Nasen, sondern Du, weil Du sie gefährdest, während sie Dir dabei helfen, die Gefährdung gering zu halten.
Super Aprilscherz!