Der Eröffnungstermin steht. Am 1. Dezember um 11 Uhr wird die dann mit Abstand modernste städtische Bücherei Dresdens auf der Königsbrücker Straße eröffnen. Auch wenn es von außen noch gar nicht so aussieht, die wichtigsten Bauarbeiten sind abgeschlossen und die Mitarbeiter können jetzt beginnen, die Regale zu füllen.
Auf insgesamt 750 Quadratmetern und zwei Etagen gibt es dann alles für Leseratte und Bücherwurm. Bibliotheks-Chefin Elisabeth Schäckel führt durchs Haus. Im Erdgeschoss dominiert eine rote Theke: der Empfang für Informationen, Verlängerungen und Säumige. Denn Rückgabe und Ausleihe erfolgt künftig am Automaten. Das funktioniert über kleine Chips, die an den Büchern oder DVD-Boxen angebracht sind. Wenn man also künftig ein Buch ausleihen will, hält man das an den Scanner, die Quittung mit Rückgabetermin wird ausgedruckt und fertig. Das ganze funktioniert derzeit nur mit Büchern aus der Neustadt, aber die anderen Stadtteilbibliotheken rüsten auch nach und nach auf.
Die Rückgabe ist noch einfacher. Denn die funktioniert dann künftig rund um die Uhr. Buch an die Eingangstür halten, die öffnet sich, dann befindet sich auf der linken Seite ein Glasfenster, dort kann das Ausgeliehene abgegeben werden. Voraussetzung ist natürlich die fristgerechte Rückgabe. Säumnisgebühren sind wie bisher am Empfangstresen zu entrichten. Dort kann man auch Verlängerungen und Bestellungen klären oder sich einfach zur passenden Lektüre beraten lassen.
Im Erdgeschoss findet sich die Belletristik mit mehr als 7.000 Romanen, die Video-Silberlinge und eine Zeitschriftenlounge. „Im Obergeschoss richten wir gerade ein kleines Kinderparadies ein“, erzählt Schäckel. Hier ist dann viel Platz zum Spielen, Gucken und natürlich für die fast 10.000 Bücher für die lieben Kleinen. Daneben stehen die Sach- und Fachbücher und die CDs. Zum Anhören gibt es schicke neue Audio-Möbel. Insgesamt ist die Bibliothek sehr großzügig ausgefallen und deutlich größer als am alten Standort auf der Bautzner Straße. Und sie ist gewissermaßen wieder zurück in der alten Heimat. Denn als die Neustadt-Bibo 1910 gegründet wurde, residierte sie auch schon auf der Königsbrücker Straße. Wie bisher ist für eingetragene Benutzer die Internet-Nutzung gratis, neu ist ein Veranstaltungsraum für Lesungen oder Vorträge für bis zu 50 Besucher. Gerüchten zufolge soll dort am 9. Dezember die erste Lesung stattfinden. Und damit man die Bibliothek auch von außen gut erkennt, hat der Neustädter Bildhauer Carsten Bürger einen ungefähr 1,50 Meter großen Till Eulenspiegel geschaffen, der dann vor dem Haus herumlungern wird.
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Infos und Öffnungszeiten
- Bibliothek Neustadt, Königsbrücker Straße 26, 01099 Dresden, Telefon: 0351 8030841, E-Mail: neustadt@bibo-dresden.de
- Ab 1. Dezember: Montag bis Mittwoch und Freitag 11 bis 19 Uhr, Sonnabend 10 bis 13 Uhr, Donnerstag geschlossen
MOOOOOment, es muss wohl eher heissen:
wird die dann mit Abstand modernste Bücherei der Neustadt.
In anderen Stadteilen gibts solche Hightech schon in Bibliotheken. geh mal gucken. :)
Nö. Gibt es nicht. Zumindest nicht in dieser Form.
Sollte da ni en Teppich liegen? So läd das ni ein zum schmökern und verweilen.
or, schwerd meschugge, daß die das ni uff de reihe griechn: du sollsd niemols un nie „ni“ sagen. wer wees scho wies olles gimmt. nu, un dor deppsch gimmt sischor ooch noch eengefloochn, nu nu. sonst genndsch do glei de gorniggel rumloofn lassn, ihor schnorschgriebel.
Da schreibt man einmal NICHT hochdeutsch… meine Güte :D
Nö. die Unibibliotheken (HTW, TU) funktionieren schon so, haben für alles Automaten..
Stimmt. Hab ich gedanklich irgendwie ausgeklammert. Sorry. Die Slub und die HTW-Bibo gehören ja auch dem Land (Freistaat Sachsen).
hejhej, nich aber :P
Jetzt passt’s im Artikel wieder.
passt fast … „die anderen Stadtteilbibliotheken rüsten auch nach und nach auf“ … was ist das denn für eine Spracheauswahl … zuviel russischen Wodka getrunken(-soffen)? ;)
Wie viel Personal ersetzt wohl so ein Automat? Der Fortschritt ist schon ne tolle Sache – ich hoffe, dass ich alle der netten Bibliotheks-Damen vom alten Standort wieder antreffen werde…
@Thomas: Laut Aussage der Bibo-Chefin ist kein Personalabbau geplant.
Ich denke, die Automatisierung entlastet (hoffentlich) die Bibliothekskräfte für andere Aufgaben, wie Kundenberatung. Dennoch kann man einen Stellenabbau, wenn zum Beispiel jemand in den Ruhestand geht, nicht ausschließen.
Was passiert mit dem Haus, wo die Bibo zuvor war?
Der Frage werde ich demnächst mal nachgehen.